Mein letzter Artikel vor meiner Pause von Substack, dem Podcast und allen anderen Formen meiner digitalen Welten hat mich etwas Mut gekostet. Als ich das selbe vor genau einem Jahr auf Instagram getan habe, sind viele Menschen abgesprungen und wollten von mir nichts mehr hören oder sehen. So war zumindest mein Eindruck, da dann viele entfolgt sind. Entfolgen ist grundsätzlich vollkommen gut, gesund und für alle besser, als nur so zu tun als würde die Arbeit oder das Werk eines anderen Menschen einen interessieren. Aber nur weil jemand zugibt, dass er eine Pause von alle dem braucht, gleich den Rücken zu kehren - Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?
Nun ja. Warum ich darüber spreche? Ich bin hier auf Substack, um meine Menschen zu finden. Menschen, die wie ich, lieber länger und tiefer in ein Thema eintauchen, als kurz und dafür in Masse. Menschen, die genau wie ich daran glauben, dass Verbindung die Grundlage eines guten Lebens hier auf dieser Erde ist. Zur Natur. Zu unseren Kindern. Zu anderen Menschen. Zu uns selbst. Ich bin nicht hier, weil ich tausende von Abonnenten möchte. Sondern weil ich das Bedürfnis habe, meine Gedanken mit Menschen zu teilen, dir mir nicht unähnlich sind. Deshalb gleich hier zu beginn und mit ganz viel liebe im herzen: Falls meine Artikel, Gedanken oder sonstigen Äußerungen dich nicht ansprechen, kannst du mich jetzt und sofort ganz selbstverständlich entabonnieren - ich verspreche ich bin nicht nachtragend. Wenn du aber weiter von mir hören, lesen oder sehen magst, freue ich mich riesig über dich und danke, dass du trotz meiner Pause diesen Weg weiter mit mir gehst. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss.
Dann wäre das mal geklärt - und Spoiler: hier auf Substack ist niemand gegangen oder hat mir die Pause übel genommen. Im Gegenteil. Vielen Dank dafür, denn das scheint nicht selbstverständlich (wie Instagram bewies). Der Grund wieso ich dies so ausführlich erzählen wollte und auch mein Erlebnis auf anderen Plattformen beschrieben habe ist der: ich wollte dir auch ein wenig die Angst nehmen. Wie gesagt, ich hatte erstmal auch Bammel, dass ich vielleicht wieder von vorne starten müsse um meine Menschen wiederzufinden. Viele von euch hier schreiben aus Leidenschaft und wollen sich austauschen. Andere haben tolle Projekte, in die sie viel Kraft, Zeit und Schweiß investiert haben, dann möchte man auch gesehen werden. Mir geht es da nicht anders. Deshalb kann es ein schwerer Gedanke sein, plötzlich überhaupt nicht mehr zu interagieren. Erzählen uns die ganzen „Gurus“ nicht, dass wir täglich, stündlich? minütlich? Zumindest mehrmals am Tag aufploppen sollten? Ich meine, wenn man das möchte und man hat einen Gedanken (oder mein Lieblingsmoment: Man hat etwas schönes gelesen) und will dies teilen - dann klasse. Sich aber zwingen, nur für den Algorithmus, oder damit andere ja nicht vergessen, ist sicher keine gesunde Herangehensweise.
Lange Rede, kurzer Sinn: wenn du eine Auszeit brauchst, dann gönn sie dir. Das ist Menschlich. Du hast es verdient - und wir sind alle auch dann noch da.
Apropos Auszeit: eine echte Auszeit war das ja nicht :)
Der Juli begann für mich mit dem Greenpulse festival. Ein großes Festival, bei dem die Biodiversität gefeiert wird. Ich durfte zwei Nature Journaling Workshops durchführen. Es war wirklich toll, aber auch sehr, sehr viel Vorbereitung. Mein Highlight war aber Jan Haft und das Orchester des Wandels. Die schönste Live Musik und dazu fantastische Naturaufnahmen? Was will man mehr? Tatsächlich hätte ich meine Kids gerne dabei gehabt, damit dieser Tag vollkommen gewesen wäre. Das haben wir aber an Tag zwei nachgeholt :) Während ich meinen Workshop gehalten habe, waren sie auf einer Schmetterlingserkundung in der Wiese. Sie haben sogar einen Schwalbenschwanz gesehen *neid. Die Rückmeldung war: „Mensch, wieso wissen deine Kids so viel über Schmetterlinge?“ Ich kann dir sagen, ich war die stolzeste Mami auf dem ganzen Gelände.
Die Tage darauf war dann noch ein treffen mit dem Nature Journaling Club angesagt. Es ging - wie sollte es auch anders sein, um Schmetterlinge. Diese Treffen sind Auftanken pur. Ich liebe es sehr, mit dieser tollen Gruppe voll und ganz in ein Thema einzutauchen und umgeben zu sein von all den Farben, die die Luft erfüllen.
Der Rest des Julis standen super langweilige Arzttermine auf dem Plan, Schulkram, Haushalt und was sonst so erledigt werden musste vor dem August. Ach ja, etwas spannendes gab es natürlich noch: meine Tochter hatte Geburtstag und du wirst niemals erraten, welches Thema sie sich ausgesucht hat..
Surprise: Schmetterlinge!!! :)
Es war wunderschön und die Mädels (und natürlich mein kleiner Bubu), waren alle ganz glücklich. Die Eltern sind dann noch ein wenig geblieben und waren sehr entzückt und überrascht von dem schönen Ort (unser Garten) der so voller Natur ist. Erstmal wurden die Smartphones gezuckt, um eine kleine Expedition durch die Wiesen zu machen und die vielen Wespenspinnen voller Neugier und einer großen Portion Ehrfurcht zu fotografieren.
Gejournelt habe ich nicht viel, dafür aber geschrieben und gelesen. Viele neue Bücher durften einziehen. Ein paar dieser Errungenschaften und meine All Time Lieblinge werde ich hier nochmal gesondert vorstellen - weil sie schon sehr wunderbar sind!
Jetzt bist du so ziemlich wieder auf dem laufenden.
Ich freue mich, diesen Weg weiterhin ganz wild verbunden mit dir zu gehen.
Bleib wild,
Sara











